Stade – die unbekannte Perle an der Elbe

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Stade

Im Norden Niedersachsens befindet sich die an der Elbe gelegene Stadt Stade. Aufgrund der vielfältigen Sehenswürdigkeiten, der wunderschönen Region, sowie der Nähe zur Metropole Hamburg hat die Hansestadt inzwischen eine große Bekanntheit erreicht und lockt gerade in den Sommermonaten immer wieder viele Touristen in den hohen Norden. Dies ist gerade deshalb so beachtet, weil die Stadt selbst nur etwa 45.000 Einwohner fasst und damit nicht unbedingt besonders groß ist. Dabei hat Stade sehr viel zu bieten, was nicht nur immer mehr Touristen, sondern eben auch die Menschen vor Ort sehr zu schätzen wissen. Damit wird die Stadt in Niedersachsen zu einer weiteren interessanten Möglichkeit, um seinen Urlaub zu verbringen und das besondere Flair des Nordens für sich zu entdecken.

Die Geschichte von Stade
Das Wort Stade wurde bereits im 10. Jahrhundert als Bezeichnung für einen Lagerplatz verwendet, auf dem verschiedene Waren vor dem Transport noch einmal umgeladen werden konnten. Die ersten Siedlungen, die im Bereich des heutigen Stadtgebiets belegt werden konnten, stammen vermutlich noch aus dem 7. Jahrhundert. Wenig später wurde hoch über Stade auch eine Burg in der Nähe der Siedlung errichtet, die aber nur für etwa 200 Jahre genutzt wurde, bevor sie dem stetigen Verfall preisgegeben wurde. Die noch junge Siedlung wurde dann geographisch verlegt, um noch näher an den verkehrsgünstigen Punkten der Elbe sein zu können. In der Folge florierte Stade gerade in wirtschaftlicher Hinsicht noch einmal deutlich. Damit war der Grundstein für Stade gelegt, so wie wir es heute noch kennen.

Aufgrund der Lage zwischen Cuxhaven und Harburg wurde die wirtschaftliche Bedeutung von Stade für den Handel nachhaltig gestärkt, was weitere Vorteile nach sich zog. Im Jahre 994 kam es dann zu einer schwerwiegenden Plünderung der Siedlung Stade durch die Wikinger, die zugleich die erste schriftliche Erwähnung nach sich zog und die damit zugleich die Geburtsstunde von Stade markiert. In der Zeit des Mittelalters wuchs Stade stetig, wobei nach wie vor prächtige Kirchen wie St. Wilhadi von dieser Entwicklung zeugen. Deutlich turbulentere Zeiten erlebte Stade ab dem 16. Jahrhundert, als unter anderem die Dänen und Schweden das Gebiet für sich in Anspruch nahmen. Daher stammen nach wie vor die Bezeichnungen Schwedenschanze und Schwedenfestung, die die Region bis heute prägen. In der Folge waren es aber auch die hannoversche und preußische Herrschaft, die die Entwicklung der Stadt prägten. Geblieben ist auch der eigene Status als Hansestadt von Stade, der der Auflösung der Hanse im 17. Jahrhundert trotzte. den offiziellen Status als Hansestadt hat Stade aber erst wieder seit einem neuerlichen Antrag, der im Jahr 2008 schließlich angenommen wurde.

Tourismus in Stade
Stade erfreut sich einem sehr lebhaften Tourismus, der alle Altersschichten der Bevölkerung umfasst. Besonders bei einer Reise mit Kindern ist Stade sehr beliebt, was daran liegt, dass es in der Natur sehr viel zu entdecken gibt und entsprechende Angebote geschaffen wurden. Wer daher das Flair des Nordens erleben möchte, ohne sich direkt in eine so dichte Metropole wie Hamburg begeben zu müssen, wird in Stade die passende Alternative für diesen Zweck vorfinden.

Bereits für nur sieben Euro ist es möglich, sich an einer Stadtführung durch Stade zu beteiligen. Dabei wird vor allem auf die schönen Plätze, malerische Fachwerke und den vom Wasser umgebenen Kern der Altstadt eingegangen. Dabei gibt es sehr viele Hintergründe zu erfahren, die sich nicht nur auf die lange und bewegte Geschichte von der Stadt beziehen, sondern eben auch auf die Neuzeit. Auf der anderen Seite sind auch Angebote wie ein Segeltörn auf der Elbe vorhanden. Zum einen kann dieses Erlebnis innerhalb von wenigen Stunden stattfinden, doch in regelmäßigen Abständen ist es auch möglich, sogar auf eine mehrtägige Fahrt von Stade aus aufzubrechen.

Andere Touren durch Stade beziehen sich zum Beispiel auf die vielfältige Architektur, die es dort zu entdecken gibt. Dabei wird sowohl auf die altehrwürdigen Bauten aus dem 16. Jahrhundert eingegangen, wie auch auf neuere Werke, die erst vor wenigen Jahren fertiggestellt wurden und sich in das Bild von Stade integrieren. Um den Kern der Stadt vielleicht noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben zu können, ist es möglich einfach eine Bootstour mit einem Fleetkahn zu unternehmen. Vom Holzhafen aus geht es mehr als eine Stunde lang durch die historischen Seiten der Gegend, wobei die entsprechenden Informationen direkt vom Bootsführer selbst vermittelt werden. Um auch die Nähe zur Nordsee gebührend zu betonen, sind auch Angebote wie eine Ausflugstour mit einem größeren Schiff vorhanden. Zugleich werden von Stade aus Touren angeboten, um einmal selbst eine Wanderung im Watt erleben zu können.

Gastronomie in Stade
Um das nordische Flair eines Aufenthalts in Stade zu betonen, wird auch im Bereich der Gastronomie vermehrt auf regionale Küche gesetzt. Verschiedene Gerichte wie Aalsuppe, Grünkohl und Pinkel, Hamburger Gekochte oder aber Schwarzsauer können zu jeder Zeit gekostet werden und bieten daher einen entsprechenden Anreiz. Sehr gut umgesetzt wird dies zum Beispiel im Hotel Op De Deel in Stade, oder aber auch im Gasthaus Schwedenkrone. An anderen Orten in Stade ist zum Beispiel die gutbürgerliche Küche vertreten, die ebenfalls für kulinarische Abwechslung sorgen kann.

Auf der anderen Seite gibt es verschiedene ausländische Küchen, die natürlich ebenfalls geeignete Angebote besitzen. Besonders die Griechische Küche verfügt in Stade über zahlreiche Angebote, doch auch Pizza und Pasta kommen an dieser Stelle nicht zu kurz.

Freizeit und Vereine in Stade
Auch in Stade wurden zahlreiche Freizeitangebote ins Leben gerufen, die nicht nur den Touristen, sondern gerade auch den Einheimischen zugutekommen sollen. Bei Kindern steht gerade die Wasserwelt Solemio sehr hoch im Kurs, die etwas außerhalb der Stadt befindet, aber sehr gut erreicht werden kann. Ansonsten besitzt Stade auch ein Freibad, welches in den wärmeren Monaten seine Pforten geöffnet hat. Für Jugendliche ist es dabei vor allem der Hansepark, ein groß angelegter Skatepark, der für die gewünschte Abwechslung sorgt. Hier handelt es sich um ein Projekt, welches ein Stück Kultur in Stade geschaffen hat und welches inzwischen in ganz Deutschland als Vorbild gesehen wird.

Die gesamte Region um Stade lädt zudem zum Radfahren ein, was vor allem an den sehr gut ausgebauten Wegen liegt, die für diesen Zweck bereits in der Vergangenheit geschaffen wurden. Ansonsten gibt es auch einen großen Ponyhof, wo es nicht nur möglich ist, die ersten Erfahrungen mit dem Ponyreiten zu machen, oder aber auch in engeren Kontakt mit den Tieren zu kommen. Mit dem Cinestar gibt es zudem ein großes Kino in Stade, doch auch in den Diskotheken oder beim Bowling ist es möglich, die eigene Freizeit zu verbringen. Stade bietet also eine große Vielfalt an unterschiedlichen Möglichkeiten, um selbst aktiv werden zu können und das nicht nur in rein sportlicher Hinsicht.

Ansonsten gibt es in Stade verschiedene Vereine, die sich zum größten Teil mit dem Sport befassen. Besonders der VfL Stade steht hier im Vordergrund, der verschiedene Abteilungen hat, die gerade im Jugendbereich sehr gezielt arbeiten. Zum einen nimmt hier der Fußball eine zentrale Rolle ein, doch durch ein vielseitiges Angebot wird der Sport fest zu einem Bestandteil der Freizeit gemacht. So gibt es zum Beispiel bestimmte Fitnesskurse, die in Gruppen die Verbesserung von Kraft und Ausdauer ermöglichen. Ansonsten ergänzen auch Yoga Kurse und Tennis eine wichtige Rolle und vervollständigen so das Angebot des VfL Stade.

Unterkünfte in Stade
Da der Tourismus in der Stadt inzwischen eine ganz wesentliche Bedeutung hat, gibt es auch zahlreiche Unterkünfte, die für die Reisenden geschaffen wurden. Besonders authentisch ist der Aufenthalt dann, wenn ein Zimmer im historischen Kern der Altstadt gewählt wird, die aber gerade im Sommer sehr gefragt sind. Deutlich günstiger ist die Reise allerdings, wenn man auch die etwas weiter außerhalb gelegenen Gegenden dafür in Betracht zieht. Gerade in den neueren Außenbezirken von Stade ist es sehr gut möglich, eine günstige Unterkunft für sich zu finden. Ein Campingplatz ist nur mit einem etwas größeren Abstand zum Zentrum der Stadt vorhanden, weshalb hier direkt eine etwas längere Anreise mit in Kauf genommen werden müsste. Wer sich bei der Anreise für ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen entschieden hat, der kann auch den Wohnmobilstellplatz „Am Schiffertor“ mit seiner sehr zentralen Lage für sich nutzen. Hier ist es das ganze Jahr über möglich, den fantasievoll angelegten Stellplatz zu nutzen, der vor allem für seine übergroßen Parzellen bekannt ist, die ein zusätzliches Maß an Privatsphäre mit sich bringen.

Die Verkehrsanbindungen von Stade
Für Stade war die Elbe in der Geschichte schon von sehr großem Wert, da darüber aktiv Handel betrieben werden konnte. In der heutigen Zeit sind es vor allem zwei Bundesstraßen, sowie die relativ neue Autobahn 26, die für entsprechende Anbindungen sorgen. Damit ist es möglich, bei der Anreise das Ballungsgebiet um Hamburg gezielt zu umfahren und so angenehm nach Stade zu gelangen. Alternativ ist es aber auch möglich, die Zugverbindung zu nutzen, über die Stade verfügt. Die Stadt ist direkt an der Strecke Hamburg-Harburg–Buxtehude–Cuxhaven gelegen, weshalb es stündlich möglich ist, mit einem Zug in diese Richtungen zu fahren. Für Touristen, die eine etwas längere Anreise nach Stade auf sich nehmen müssen, bietet sich die Chance, dabei den Flughafen Hamburg in Betracht zu ziehen, um von dort auf den Zug umzusteigen.

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