Leinöl-das goldene Öl

leinöl

Leinöl, auch Leinsamenöl, ist ein reines Pflanzenöl, was aus Leinsamen gewonnen wird. Diese reifen Samen stammen aus der Öllein Pflanze, die speziell zur Ölgewinnung in vielen Ländern angebaut wird. Beim Leinöl handelt es sich um ein Rohleinöl, dem keine weiteren Öle oder sonstige Zusatzstoffe hinzugefügt werden. Nicht nur aus der Öllein Pflanze, sondern auch aus anderen Lein-Arten der Linum Gattung wird diese Öl gewonnen.

Eigenschaften von Leinöl

Wird Leinöl kalt gepresst, hat es eine goldgelbe Farbe, warm gepresstes Öl sieht hingegen gelblich-braun aus. Ein raffiniertes Leinöl ist hell- bis goldgelb. In der Regel hat Leinöl einen leicht würzigen, nach Heu riechenden Geruch, es kann aber auch eine krautig, röstige und fischige Note haben. Wird es frisch konsumiert, schmeckt Leinöl leicht nussig, je nach Art der Lagerung hat es dann eine bittere bis ranzige Note.

Inhaltsstoffe von Leinöl

Leinöl ist reichhaltig an ungesättigten Fettsäuren und hat ebenfalls einen sehr hohen Anteil an Omega 3 Fettsäure, der zwischen 45% und 71% schwankt. Dazu kommen auch noch Öl- und Linolsäure, beide jeweils mit einem Anteil zwischen 17% und 23,5%, sowie 12% und 24%. Dazu kommt auch noch Vitamin E mit ca. 1,2 mg/100g.

Herstellung und richtige Lagerung von Leinöl

Leinöl wird für die Produktion von Lebensmitteln und technischen Mitteln eingesetzt. In Schneckenpressen kalt gepresst, findet es Verwendung für Ernährung und pharmazeutische Mittel. Die heiße Pressung und  anschließende Extraktion mit speziellen Lösemitteln und Raffination ermöglicht es, Leinöl für technische Zwecke einzusetzen.

Dadurch das Leinöl als ungesättigtes Öl sehr luftempfindlich ist, hat es schon nach kurzer Zeit einen bitteren Geschmack. Ist es sehr frisch, besitzt es hingegen keinen sehr ausgeprägten Geschmack. Zur Lagerung zuhause sollte es immer kühl gelagert werden, bei einer Aufbewahrung in einem Kühlschrank bekommt es bereits nach wenigen Tagen einen bitteren Geschmack. Da Leinöl einen sehr niedrigen Schmelzpunkt besitzt, kann es ohne Probleme in einem Tiefkühlfach bei einer Temperatur von -16 bis -20 ° C aufbewahrt werden, ohne dabei zu gefrieren. Somit kann es hier auch über mehrere Wochen gelagert werden, ohne eine geschmackliche Veränderung anzunehmen. Diese Informationen konnten wir von http://leinoel-kaufen.com/ entnehmen.

Die einzelnen Leinöl Pressverfahren im Überblick

Heiß gepresstes Leinöl

Ist der Leinsamen getrocknet, wird er zu Mehl gewalzt und anschließend in einer Knetmaschine mit heißem Wasser verarbeitet, bis daraus eine feste, bröselige Masse geworden ist. Diese wird unterständigem Rühren geröstet. Mittels einer hydraulischen Presse wird das Öl von den festen Stoffen getrennt. Aus rund 4 Kilogramm Leinsamen kann auf diesem Wege 1 Liter Öl gewonnen werden. Anschließend wird das Rohleinöl gereinigt.

Kalt gepresstes Leinöl

Das Kalt gepresste Leinöl wird durch Pressung in einer Schneckenpresse gewonnen. Die Leinsaat wird mittels einer Schneckenwalze mit geringem Druck durch einen Presszylinder gedrückt. Der Öl Ertrag ändert sich bei Veränderung des Pressdruckes, außerdem ist er von den Düsen am Ende des Auslaufs abhängig. Wird Leinöl kalt gepresst, werden Temperaturen von maximal 40° erreicht. Nun müssen nur noch die kleinsten Schwebstoffe im Öl entfernt werden, was mittels langer und ausreichender Lagerung und Dekantierung geschieht.

Pressung unter Schutzatmosphäre (Sauerstoffausschluss)

Beim kalten Pressverfahren kann es zu einer schnellen Geschmacksveränderung kommen. Um der Oxidation und dem bitteren Geschmack vorzubeugen, wurden verschiedene Pressverfahren entwickelt, die in einer Schutzatmosphäre stattfinden. Stickstoff und Kohlendioxid halten den Sauerdstoff von Öl und Press Gut fern, und verhindern somit eine Oxidation. Bekannte Pressverfahren sind hier unter anderem oxyguard und omega safe, welche zusätzlich einen Lichteinfluss verhindern, außerdem wird die Presstemperatur permanent kontrolliert.

Die vielseitige Verwendung von Leinöl

Leinöl als Nahrungsmittel genutzt

Fette in Getreiden bestehen überwiegend aus Omega-6-Fettsäuren. Öl aus Leinsamen hingegen enthält einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und stellt somit eine wichtige Ernährungsgrundlage dar. Deshalb wird es speziell in Gegenden wie Sachsen und Schlesien in milchhaltige Lebensmittel wie Quark mit Kartoffel und Pellkartoffeln hinzugefügt. Leinöl kann aber auch für viele andere Gerichte Verwendung finden und wird bereits sehr oft genutzt.

Kosmetikbranche nutzt die Omega-3-Fettsären

Durch den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren wird Leinöl für die Herstellung kosmetischer Produkte verwendet, die natürliches Leinöl enthalten. Die Hersteller werben dabei für eine vitalisierte Haut. Außerdem wird es auch noch in anderen Wasch- und Pflegemittel verwendet. In Kombination mit Nelken- und Zitronengrasöl soll es eine erfrischende Wirkung haben.

Farb- und Anstrichmittel

Schon immer ist Leinöl ein wichtiges Bindemittel für Ölfarben. Es hat hervorragende bindende Eigenschaften und ist seit vielen Jahrhunderten für die Leinölfarben bekannt. Schon damals wird Leinölfarbe erstmals in der Kunstmalerei im 8. Jahrhundert verwendet.

Leinöl als Konservierungsmittel verwenden

Auch für die Imprägnierung von Holz wird Leinöl sehr gerne verwendet. Es bietet damit einen natürlichen Holzschutz. Er weist Wasser ab und dringt im Gegensatz zu anderen Stoffen tief ins Holz ein. Somit ist es auch für eine sehr starke Wetterbelastung einsetzbar und findet häufig Verwendung. Auch in Bau und Handwerk wird es zur vorbeugenden Entstehung von Runzeln und Rissen verwendet. Mehrmaliges Aufbringen und Aushärten sorgen für eine feste und widerstandsfähige Oberfläche.

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