So viele Kredite haben Sie Deutschen im euröpaischen Vergleich

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So viele Kredite haben Sie Deutschen im euröpaischen Vergleich

Schon seit Jahren befinden sich die Kreditzinsen auf einem niedrigen Niveau. Entsprechend zahlreich entschlossen sich die Bürger Europas dazu, die Gunst der Stunde für Finanzierungen im privaten Bereich zu nutzen. Doch wie hoch ist der durchschnittliche Deutsche aktuell verschuldet und wie steht es damit im europäischen Vergleich?

Die aktuellen Voraussetzungen

Bereits im Vorfeld ist anzumerken, dass die absoluten Zahlen die Entwicklung der letzten Jahre nicht ausreichend nachzeichnen können. Tatsächlich muss berücksichtigt werden, dass die anfallenden Zinsen durch einen Kredit aufgrund der Politik der EZB deutlich fielen. In der Folge wäre eine Verschuldung mit dem gleichen Betrag im Jahr 2017 für einen Bürger weniger belastend, als dies zehn Jahre zuvor der Fall gewesen wäre. Verantwortlich ist dabei nicht nur der niedrige Leitzins, sondern auch die starke Konkurrenz, mit der sich die Hausbanken als klassischer Kreditgeber nun konfrontiert sehen. Denn Anbieter wie maxda.de, die sich für eine neue Form der Darlehensvermittlung einsetzen, setzen die alten Strukturen unter Zugzwang. Unter dem Strich profitiert wiederum der Verbraucher, welcher sich seine Träume nun zu günstigen Konditionen erfüllen kann.

Rund 3.000 Euro pro Kopf

Auf der anderen Seite schließt sich direkt die Frage an, wie es um den Schuldenstand der Deutschen im privaten Bereich bestellt ist. Tatsächlich ist jeder Bürger der Bundesrepublik im Durchschnitt mit einer Summe von rund 3.000 Euro verschuldet. Dies verdeutlicht vor allem die starke Reaktion auf die anhaltend niedrigen Zinsen. Experten schreiben die leichte Steigerung der Verschuldung von 0,5 Prozent pro Person im Vergleich zum Vorjahr vor allem der aktuellen Lage zu. Wer sich den Traum eines neuen Autos oder anderer größerer Anschaffungen nicht aus eigenem Vermögen finanzieren kann, möchte zumindest die niedrigen Zinsen zur Finanzierung nutzen. Während die leichte Verschuldung vieler Haushalte kein erdrückendes Problem darstellt, sind es vor allem die mehr als 250.000 überschuldeten Haushalte, die zukünftig im Blickpunkt stehen. Hier sind die Menschen oft nicht einmal in Zusammenarbeit mit einer Schuldnerberatung dazu in der Lage, die aufgehäuften Beträge noch zu begleichen.

Positive Beispiele in Europa

In Österreich scheinen sich die Schulden der Privathaushalte in eine ganz andere Richtung zu entwickeln. Noch bis in die 2000er-Jahre waren hier die angehäuften Summen deutlich höher, als in Deutschland. In den letzten Jahren gelang es unseren Nachbarn jedoch, ihre privaten Schulden im Schnitt um 13,5 Prozent zu reduzieren. Aktuell liegt der durchschnittliche Wert zwar noch immer bei rund 2.800 Euro, doch zumindest der Trend kippte in die andere Richtung. Ähnlich stark ist es ansonsten nur dem griechischen Bürger gelungen, die eigenen Verbindlichkeiten zu reduzieren. In den vergangenen Jahren sanken die Schulden durch Privatkredite um fast 18 Prozent, was angesichts der lahmenden Wirtschaft des Landes ein klarer Fortschritt und ein deutliches Signal an Europa ist.

Spanien auf Erholungskurs

In Tschechien sorgt dagegen schon der niedrigere Lohn dafür, dass die durchschnittliche Verschuldung in absoluten Zahlen weniger erdrückend wirkt. Auf der anderen Seite ist sie selbst mit rund 1.000 Euro am BIP gemessen nicht weniger dramatisch. Deutliche Zuwächse der privaten Schulden verzeichnete der Schuldneratlas 2016 in Italien. Auch hier trägt die schwache Konjunktur einen Teil dazu bei. So zwingt die hohe Arbeitslosigkeit viele Menschen dazu, Ratenkredite zur Finanzierung des alltäglichen Lebens anzunehmen. Dennoch liegt die pro Kopf Verschuldung mit einem Wert von rund 1.800 Euro noch immer weit hinter den deutschen Bürgern. Die wohl deutlichste Reduktion der Schulden ist in den vergangenen vier Jahren den Spaniern gelungen. Um gut 35 Prozent reduzierten sich hier die Verbindlichkeiten, was für eine allgemeine wirtschaftliche Erholung des Landes im privaten Sektor spricht.

Deutschland als Schulden-Europameister?

Während es also vielen unserer europäischen Nachbarn aktuell gelingt, ihre Schuldenberge im privaten Bereich zu reduzieren, suchen Deutsche noch immer neue Ratenkredite auf. Gemessen an der wirtschaftlichen Leistung mag die absolute Summe nicht sonderlich dramatisch erscheinen, doch auf längere Sicht sollte die weitere Verschuldung abgewendet werden. Nicht zuletzt liegt dies daran, dass nicht bekannt ist, wie lange die Europäische Zentralbank noch an ihrer Politik des billigen Geldes festhält. Da allerdings parallel immer mehr Unternehmen beispielsweise mit einer kostenlosen Ratenzahlung ihrer Produkte werben, lässt sich der Verbraucher gerne auf diese Spielchen ein. Um allerdings nicht schon bald hinter Großbritannien zum Schulden-Europameister zu werden, sollte sich das Wachstum der privaten Schulden reduzieren. Besonders wichtig ist dies für die mehr als 250.000 Haushalte, die akut von der Zahlungsunfähigkeit bedroht sind. Sollten die Kreditzinsen eines Tages wieder steigen, könnten die höheren Kosten schnell zur Falle für viele Privatleute werden, die dann vor einer noch größeren Lücke in ihrer Finanzierung stehen.

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